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BIG hat RAZED als neuen Hauptpartner seines Counter-Strike-2-Teams vorgestellt. Der Glücksspielanbieter erhält die prominenteste Werbefläche auf dem Trikot und soll außerdem in internationale Kampagnen,…
BIG präsentiert RAZED als Hauptpartner und stellt neues Jersey vor

BIG hat RAZED als neuen Hauptpartner seines Counter-Strike-2-Teams vorgestellt. Der Glücksspielanbieter erhält die prominenteste Werbefläche auf dem Trikot und soll außerdem in internationale Kampagnen, Contentformate und Community-Aktionen rund um den BIG CLUB eingebunden werden. Gleichzeitig präsentierte die Berliner Organisation ihr neues CS2-Jersey für die Saison 2026/27.
„Save us, RAZED“
Die Bekanntgabe erfolgte nicht durch eine gewöhnliche Sponsorenpräsentation, sondern mit einem bewusst selbstironischen Video. BIG kommentierte die Partnerschaft mit den Worten:
„Making Majors without sticker money is f*cking expensive. Save us RAZED.“
Der Witz richtet sich gegen die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Esport-Organisationen. Ein Major zu spielen bedeutet nicht automatisch, dass eine Organisation anschließend im Geld schwimmt. Gehälter, Trainer, Management, Reisen, Bootcamps und Contentproduktionen müssen dauerhaft finanziert werden. Die Sticker-Einnahmen sind zwar wichtig, aber nicht ausreichend planbar, um darauf ein vollständiges Geschäftsmodell aufzubauen.
Das „Save us“ ist deshalb bewusst übertrieben: RAZED wird im Video scherzhaft nicht nur als Sponsor, sondern als finanzieller Retter dargestellt. Auch blameF griff die Pointe auf und bedankte sich öffentlich dafür, dass RAZED BIG „gerettet“ habe.
Hinter dem lockeren Gag steckt damit eine ziemlich ehrliche Botschaft: Selbst eine der bekanntesten deutschen Esport-Organisationen ist darauf angewiesen, regelmäßig neue Geldgeber zu finden.
Neues Trikot mit RAZED im Mittelpunkt
Passend zur Partnerschaft stellte BIG auch das neue CS-Jersey 2026/27 vor. Das Shirt bleibt den klassischen Farben der Organisation treu, wirkt durch den dunklen Blauton, das geometrische Streifenmuster und die weißen Linien an Schultern und Seiten aber moderner als sein Vorgänger.
Auf der Rückseite befinden sich Spielername und Rückennummer. Unterhalb des Kragens steht weiterhin der BIG-Schriftzug „The Pride of Germany“. Angeboten wird das Trikot als Oversized-Version, die im offiziellen Shop für 74,99 Euro gelistet ist und mit eigenem Namen sowie eigener Nummer personalisiert werden kann.
Die wichtigste Veränderung befindet sich allerdings auf der Vorderseite: Das RAZED-Logo nimmt nahezu die gesamte zentrale Brustfläche ein. Der neue Partner wird damit nicht irgendwo auf einem Ärmel versteckt, sondern zum dominierenden Bestandteil des Trikots.
Gerade bei einem Glücksspielpartner ist das relevant. Die Spieler tragen die Marke künftig bei Turnieren, Interviews und Social-Media-Produktionen. Gleichzeitig werden Fans, die das Jersey kaufen und tragen, selbst zu Werbeträgern für ein Onlinecasino. Die Glücksspielmarke wird damit unmittelbar mit BIG, den Spielern und der Identität des Teams verbunden.
Wer ist RAZED?
RAZED ist eine internationale Glücksspielplattform mit starkem Krypto-Fokus. Angeboten werden unter anderem Sport- und Esportwetten, Slots, Live-Casinospiele sowie schnelle Formate wie Plinko, Mines oder Dice. Im Counter-Strike-Esport ist das Unternehmen bereits durch eine Partnerschaft mit HEROIC aktiv. Dort werden neben gemeinsamen Inhalten auch spezielle Wettaktionen rund um die Matches des Teams angeboten.
Betrieben wird die Plattform laut den eigenen Geschäftsbedingungen von der in Costa Rica registrierten Wild Technology Ltd. RAZED besitzt eine Glücksspiellizenz der autonomen Insel Anjouan, die zur Union der Komoren gehört. Eine deutsche oder europäische Lizenz ist das nicht.
In der aktuellen deutschen Whitelist der erlaubten Glücksspielanbieter findet sich weder RAZED noch die Betreiberfirma. Die Liste wurde zuletzt am 21. Juli 2026 aktualisiert. Das bedeutet nicht automatisch, dass die internationale Partnerschaft als Ganzes unzulässig ist. Bei Werbung, Verlinkungen und Aktionen, die sich gezielt an deutsche Nutzer richten, entstehen dadurch aber deutliche rechtliche und regulatorische Fragen.
Was ist aus der Zusammenarbeit mit MERKUR geworden?
RAZED ist nicht der erste Glücksspielpartner von BIG. Im November 2025 startete die Organisation bereits eine Zusammenarbeit mit der deutschen MERKUR-Gruppe. Im Mittelpunkt standen sechs geplante MERKUR Cash Cups im BIG CLUB. BIG kündigte damals ausdrücklich Identitäts- und Altersprüfungen für die Turniere an.
Eine offizielle Mitteilung über ein Ende dieser Zusammenarbeit ist nicht öffentlich auffindbar. Ob MERKUR über die angekündigte Turnierserie hinaus weiterhin als aktiver Partner eingeplant ist, lässt sich derzeit jedoch nicht eindeutig bestätigen.
Die Zusammenarbeit wirkte nach außen deutlich vorsichtiger als der neue RAZED-Deal. MERKUR trat vor allem als Namensgeber einer Turnierserie auf, betonte Nachwuchsförderung, einen deutschen Wettbewerb sowie Alterskontrollen. RAZED wird dagegen Hauptpartner des Profi-Teams, landet groß auf dem Trikot und soll stärker in Content und internationale Vermarktung eingebunden werden.
MERKUR deshalb als bewusst gewählten „seriösen Einstieg“ zu bezeichnen, wäre Spekulation. Die Außenwirkung war aber eindeutig kontrollierter. MERKUR ist eine bekannte deutsche Unternehmensgruppe, die in einem stark regulierten Markt tätig ist. Trotzdem bleibt auch MERKUR ein Glücksspielunternehmen. Der Unterschied liegt somit weniger zwischen Glücksspiel und Nicht-Glücksspiel, sondern vor allem in Regulierung, Präsentation und Intensität der Werbung.
Mehr als nur verlorenes Geld
Die Kritik an solchen Partnerschaften ist nicht bloß moralische Empörung. Glücksspielsucht kann zu Schulden, Arbeitsplatzverlust, zerbrochenen Beziehungen, psychischen Erkrankungen und sozialer Isolation führen.
Die Weltgesundheitsorganisation nennt neben finanzieller Not und familiären Konflikten ausdrücklich psychische Erkrankungen und Suizide als mögliche Folgen problematischen Glücksspiels. Gleichzeitig warnt sie davor, dass Sponsoring und Werbung Glücksspiel immer stärker normalisieren.
Natürlich lässt sich ein Suizid normalerweise nicht auf eine einzige Ursache reduzieren. Trotzdem können Spielsucht, massive Schulden, Scham und Hoffnungslosigkeit einen entscheidenden Anteil daran haben, dass Betroffene keinen Ausweg mehr sehen.
Gerade deshalb ist die Verbindung mit dem Esport problematisch. Glücksspiel erscheint nicht als abstraktes Casinoangebot, sondern zusammen mit bekannten Spielern, unterhaltsamen Videos, Turnieren und Fanartikeln. Der neue Anbieter wird nicht als Gefahr präsentiert, sondern als sympathischer Retter des eigenen Lieblingsteams.
Damit bekommt auch der Satz „Save us RAZED“ eine unangenehme zweite Ebene: Das Unternehmen rettet im Video die Organisation – das Geld dafür entsteht aber letztlich durch die Verluste der Spieler. Dazu gehören zwangsläufig auch Menschen, die nicht mehr aus reinem Spaß spielen und ihre Einsätze nicht mehr kontrollieren können.
Ohne solche Partner kaum noch konkurrenzfähig?
Zur Wahrheit gehört allerdings auch die andere Seite. Der professionelle Esport hat im Vergleich zum klassischen Spitzensport deutlich schwächere Einnahmen aus TV-Rechten, Eintrittskarten oder langfristig stabilen Ligaausschüttungen. Sponsoring gehört deshalb zu den wichtigsten Einnahmequellen der Branche.
Eine Organisation, die international mithalten möchte, muss gute Spieler bezahlen, Trainer und Analysten beschäftigen, Bootcamps durchführen und Teams zu Turnieren auf der ganzen Welt schicken. Fallen große Sponsoren weg, bleiben häufig nur Einsparungen, schlechtere Kader oder die vollständige Schließung einer Abteilung.
Glücksspielanbieter verfügen zugleich über hohe Marketingbudgets und haben ein starkes Interesse an der jungen, digital erreichbaren Esport-Zielgruppe. Für Organisationen entsteht dadurch ein Dilemma: Lehnen sie solche Partner ab, müssen sie möglicherweise gegen Teams antreten, die durch Wettanbieter, Kryptounternehmen oder staatlich finanzierte Projekte wesentlich größere Budgets besitzen.
Zu sagen, dass ohne Glücksspielunternehmen überhaupt kein professioneller Esport möglich wäre, ginge zu weit. Im derzeitigen System wird es für viele Organisationen ohne solche Geldgeber aber zunehmend schwierig, auf dem höchsten Niveau mitzuhalten.
Verständlich – aber nicht unproblematisch
Der RAZED-Deal ist aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. BIG erhält vermutlich dringend benötigte Planungssicherheit, während RAZED Zugriff auf eine große Counter-Strike-Community und eine der bekanntesten deutschen Esport-Marken bekommt.
Das neue Jersey macht jedoch deutlich, wie weit diese Zusammenarbeit geht. RAZED steht nicht am Rand, sondern prägt künftig den visuellen Auftritt des CS2-Teams. Spieler und Fans tragen die Marke damit in die Öffentlichkeit.
Beide Seiten der Diskussion können gleichzeitig stimmen: BIG benötigt finanzstarke Sponsoren, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Glücksspiel kann zugleich Existenzen zerstören und im schlimmsten Fall dazu beitragen, dass Menschen keinen anderen Ausweg als den Tod sehen.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob BIG einen solchen Partner annimmt. Entscheidend wird sein, wie aggressiv RAZED beworben wird, ob Minderjährige tatsächlich geschützt werden und ob BIG bereit ist, Verantwortung auch dann ernst zu nehmen, wenn der Sponsor einen erheblichen Teil des professionellen Betriebs finanziert.
Am 23. Oktober 2026 kommt die deutsche E-Sport-Landschaft im XPERION Köln zusammen. Beim German Esports Summit treffen Vereine, professionelle Organisationen, Unternehmen, Verbände, Politik und…
German Esports Summit 2026: Warum sich der Weg nach Köln lohnen kann

Am 23. Oktober 2026 kommt die deutsche E-Sport-Landschaft im XPERION Köln zusammen. Beim German Esports Summit treffen Vereine, professionelle Organisationen, Unternehmen, Verbände, Politik und Bildung aufeinander. Unter dem Motto „Made in Germany“ soll es in diesem Jahr vor allem um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen E-Sports gehen.
Mit dem German Esports Summit 2026, kurz GES26, lädt der E-Sport-Bund Deutschland erneut zu einem der wichtigsten Austausch- und Netzwerktreffen des organisierten E-Sports ein. Anders als bei einer Messe oder einem klassischen Gaming-Event stehen dabei keine Turniere, Showmatches oder Produktneuheiten im Mittelpunkt.
Der Summit ist vielmehr eine Fachveranstaltung für Menschen, die den E-Sport in Deutschland organisieren, fördern oder wirtschaftlich begleiten. Der ESBD bringt dafür Akteure aus der E-Sport-Branche mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Bildung und Verbandswesen zusammen. Der erste German Esports Summit wurde bereits 2019 in Berlin veranstaltet.
Worum geht es beim German Esports Summit?
Der GES soll Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die im normalen E-Sport-Alltag häufig in unterschiedlichen Bereichen unterwegs sind. Dazu gehören unter anderem:
- E-Sport-Vereine und ehrenamtliche Projekte
- professionelle Teams und Organisationen
- Liga- und Turnierveranstalter
- Unternehmen und potenzielle Partner
- Bildungseinrichtungen und Wissenschaft
- Politik, Verwaltung und Verbände
- Medien, Plattformen und weitere Dienstleister
Auf Panels, in Vorträgen und während der Networking-Phasen sollen Erfahrungen ausgetauscht, Probleme diskutiert und neue Kontakte geknüpft werden. Es geht damit nicht nur darum, über den aktuellen Zustand des deutschen E-Sports zu sprechen, sondern auch darum, gemeinsame Strukturen aufzubauen und unterschiedliche Teile der Szene miteinander zu verbinden.
„Made in Germany“: Der deutsche E-Sport im internationalen Wettbewerb
Die Ausgabe 2026 steht unter dem Leitthema „Made in Germany – Deutschlands E-Sport im internationalen Wettbewerb“.
Im Mittelpunkt soll die Frage stehen, welche Rolle der deutsche E-Sport auf internationaler Ebene spielt und welche Auswirkungen internationale Wettbewerbe auf den Aufbau von Strukturen sowie die Förderung des Nachwuchses haben können.
Gerade für die deutsche Counter-Strike-Szene ist das ein relevantes Thema. Viele Teams und Organisationen starten in nationalen Wettbewerben, richten ihren sportlichen Blick aber früher oder später auf internationale Ligen wie ESEA Main, Advanced oder darüber hinaus.
Damit solche Wege dauerhaft funktionieren, reicht ein gutes Line-up allein jedoch selten aus. Benötigt werden unter anderem stabile Organisationen, Trainer, Manager, Partner, Nachwuchsarbeit und langfristige Finanzierung. Genau an dieser Schnittstelle zwischen sportlichem Wettbewerb und strukturellem Aufbau setzt das diesjährige Thema des GES an.
Welche konkreten Panels, Vorträge und Gäste 2026 dabei sein werden, ist derzeit noch nicht vollständig bekannt. Der ESBD möchte das ausführliche Programm im Laufe des Augusts veröffentlichen.
Neue Formate beim GES26
Neben dem eigentlichen Kongress führt der ESBD in diesem Jahr mehrere zusätzliche Formate ein.
Bereits vor dem offiziellen Start soll ein Diversity Brunch stattfinden. Dieser soll dem Austausch über Vielfalt und der Vernetzung von Personen und Initiativen mehr Raum geben, als es ein einzelnes Panel während des laufenden Programms könnte.
Eine weitere Premiere sind die German Esports Awards. Mit ihnen sollen Akteure aus der deutschen E-Sport-Landschaft ausgezeichnet werden. Weitere Informationen zu den Kategorien, zur Auswahl und zum Ablauf sollen noch folgen.
Nach dem Kongress geht der Summit in eine Networking Night über. Die Preisverleihung soll dabei den Übergang vom offiziellen Programm zum gemeinsamen Abend bilden.
Warum sollte man dabei sein?
Der größte Mehrwert des German Esports Summit dürfte für viele Besucher nicht ausschließlich auf der Bühne entstehen. Mindestens genauso wichtig sind die Gespräche zwischen den Programmpunkten.
Gerade kleinere Vereine und Organisationen arbeiten häufig weitgehend in ihrer eigenen Umgebung. Sie kennen ihre Liga, ihre Teams und andere Projekte aus derselben Spielszene – Kontakte zu Verbänden, möglichen Partnern, politischen Ansprechpartnern oder professionellen Veranstaltern entstehen dagegen deutlich seltener.
Der GES bietet die Möglichkeit, viele dieser Bereiche an einem Ort zusammenzubringen.
Für Vereine und ehrenamtliche Organisationen
Vereine können sich mit anderen Projekten über Nachwuchsarbeit, Mitgliedergewinnung, Vereinsführung, Gemeinnützigkeit, Veranstaltungen und den Aufbau regionaler Strukturen austauschen.
Dabei muss nicht jeder Verein bereits über ein professionelles Team oder eine große Reichweite verfügen. Gerade für junge Projekte kann es hilfreich sein zu erfahren, welche Konzepte andernorts funktionieren, welche Fehler bereits gemacht wurden und welche Ansprechpartner bei konkreten Problemen weiterhelfen können.
Für Teams und E-Sport-Organisationen
Organisationen erhalten die Möglichkeit, Kontakte außerhalb ihrer gewohnten Spielszene aufzubauen. Dazu können Veranstalter, Verbände, Dienstleister, Medien und mögliche Wirtschaftspartner gehören.
Wer versucht, aus einem ambitionierten Team eine dauerhaft funktionierende Organisation aufzubauen, benötigt früher oder später mehr als sportlichen Erfolg. Themen wie Finanzierung, Außendarstellung, Partnerschaften, Verträge, Personal und nachhaltige Planung werden mit zunehmender Größe immer wichtiger.
Der Summit verspricht keine unmittelbaren Sponsorendeals. Er schafft aber einen Rahmen, in dem erste Kontakte entstehen können.
Für Veranstalter und Community-Projekte
Auch kleinere Turnierveranstalter, Medienprojekte und Community-Plattformen können von der Veranstaltung profitieren. Sie erhalten die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen, Erfahrungen mit anderen Anbietern auszutauschen und mögliche Kooperationspartner kennenzulernen.
Für Projekte, die bisher fast ausschließlich innerhalb ihrer eigenen Community wahrgenommen werden, kann der GES damit einen Zugang zur breiteren E-Sport-Landschaft schaffen.
Für Menschen, die neu in die Branche möchten
Der Summit kann ebenfalls interessant sein, wenn man noch keine große Organisation vertritt, aber beruflich oder ehrenamtlich im E-Sport arbeiten möchte.
Die Veranstaltung ist zwar keine klassische Jobmesse. Sie ermöglicht jedoch einen Einblick in die verschiedenen Bereiche hinter dem sichtbaren Wettbewerb – von Vereinsarbeit und Eventorganisation über Bildung und Medien bis hin zu Verbänden und Unternehmen.
Kein Counter-Strike-Event – aber trotzdem relevant
Der German Esports Summit richtet sich nicht speziell an die Counter-Strike-Szene. Thematisch werden unterschiedliche Spiele, Strukturen und Teile des E-Sports berücksichtigt.
Trotzdem kann gerade die deutsche CS-Szene von einem solchen Austausch profitieren. Hier gibt es zahlreiche ambitionierte Teams, kleine Organisationen, ehrenamtliche Ligen und Community-Projekte. Viele davon stehen vor ähnlichen Problemen: fehlende Finanzierung, häufige Line-up-Wechsel, kurze Projektlaufzeiten und Schwierigkeiten beim Übergang vom Amateurbereich in professionelle Strukturen.
Der GES wird diese Probleme nicht an einem Tag lösen. Er kann aber Menschen zusammenbringen, die an unterschiedlichen Stellen an möglichen Lösungen arbeiten.
Wer lediglich ein großes Gaming-Event mit Turnieren und Unterhaltung sucht, gehört deshalb wahrscheinlich nicht zur hauptsächlichen Zielgruppe. Wer dagegen einen Verein, ein Team, ein Turnier, eine Organisation oder ein Medienprojekt aufbauen und langfristig weiterentwickeln möchte, könnte in Köln wertvolle Gespräche führen.
Tickets und Termin
Der German Esports Summit 2026 findet am 23. Oktober 2026 im XPERION Köln statt.
Das reguläre Ticket kostet 80 Euro. Darin enthalten sind die Teilnahme am Summit, das Catering, der Diversity Brunch und die Networking Night. Während der Early-Bird-Phase bis Mitte August reduziert sich der Preis um 15 Euro. Mitglieder des ESBD zahlen 40 Euro und erhalten den benötigten Rabattcode über den Verband.
Der German Esports Summit ist damit kein Event, bei dem sportliche Ergebnisse oder neue Spiele im Mittelpunkt stehen. Es geht um die Strukturen hinter dem Wettbewerb – und um die Frage, wie aus vielen einzelnen Teams, Vereinen und Projekten eine langfristig konkurrenzfähige deutsche E-Sport-Landschaft entstehen kann.
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Marvin „headshinsky“ Wild beendet nach mehr als einem Jahrzehnt seine Tätigkeit im E-Sport. Der frühere Counter-Strike-Caster und spätere Fixpunkt der deutschsprachigen VALORANT-Szene nennt die…
Ich ziehe mich beruflich vollständig aus dem E-Sport zurück. headshinsky beendet Tätigkeit im E-sport

Marvin „headshinsky“ Wild beendet nach mehr als einem Jahrzehnt seine Tätigkeit im E-Sport. Der frühere Counter-Strike-Caster und spätere Fixpunkt der deutschsprachigen VALORANT-Szene nennt die Entwicklung der Branche sowie die Belastung durch soziale Medien als Gründe.
Marvin „headshinsky“ Wild zieht einen Schlussstrich unter seine Laufbahn im E-Sport. In einer persönlichen Mitteilung erklärte der langjährige Kommentator, sich beruflich vollständig aus der Branche zurückzuziehen.
„Ich ziehe mich beruflich vollständig aus dem E-Sport zurück.“
Dabei handelt es sich offenbar nicht um eine vorübergehende Pause. Headshinsky möchte auch seine Aktivitäten in den sozialen Medien deutlich reduzieren und künftig mehr Abstand vom öffentlichen E-Sport-Geschehen gewinnen.
Kritischer Blick auf die Entwicklung des E-Sports
Als Gründe nennt Headshinsky mehrere Entwicklungen, durch die er sich nicht mehr mit der Branche identifizieren könne. Konkret kritisiert er das aus seiner Sicht erfolgte Fallenlassen nationaler Ligen durch Riot Games sowie eine zunehmende Ausrichtung des internationalen E-Sport-Ökosystems auf Saudi-Arabien.
Hinzu komme der ständige Kampf um Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. Seit seinem Entschluss, sich daraus zurückzuziehen, gehe es ihm nach eigener Aussage mental deutlich besser. Neben dem beruflichen Abschied möchte er sich deshalb auch auf X und anderen Plattformen weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Seine Aussagen fallen in eine Phase großer Veränderungen innerhalb des europäischen VALORANT-Ökosystems. Riot Games plant ab 2027 eine stärker auf offene Qualifikationen, regionale Turniere und sogenannte Cups ausgerichtete Struktur. PROJECT V, das sich seit 2022 zu einem Mittelpunkt der deutschsprachigen VALORANT-Szene entwickelt hatte, kündigte bereits im Juni seinen Rückzug aus dem Spiel an.
Bei 99Damage zur bekannten Counter-Strike-Stimme geworden
Auch wenn Headshinsky seit mehreren Jahren hauptsächlich mit VALORANT verbunden wird, liegen seine Wurzeln als E-Sport-Kommentator in Counter-Strike.
Wild ist seit Mitte der 2010er-Jahre als Caster dokumentiert. Im August 2016 schloss er sich 99Damage an und blieb der Plattform bis Anfang 2022 erhalten. Über mehrere Jahre kommentierte und moderierte er dort die 99Liga sowie weitere nationale und internationale CS:GO-Wettbewerbe. Bei der Übertragung der ersten Division trat er zeitweise als fester Host auf.
Seine Tätigkeit beschränkte sich dabei nicht ausschließlich auf die regulären Ligaspieltage. Beim Red Bull Upgreat 2019 kommentierte er beispielsweise gemeinsam mit Fabian „V3n0m“ Doellert die Counter-Strike-Partien. Red Bull bezeichnete beide damals ausdrücklich als bekannte Gesichter und Stimmen der deutschen CS:GO-Szene. Auch bei Übertragungen rund um die ESL Meisterschaft war Headshinsky zu sehen und zu hören.
Headshinsky wurde nicht durch eine Karriere als professioneller Spieler bekannt. Sein Platz in der deutschen Counter-Strike-Geschichte entstand vor allem vor dem Mikrofon: als Kommentator, Moderator und Persönlichkeit einer Zeit, in der 99Damage und die 99Liga zu den wichtigsten Anlaufstellen für nationalen Counter-Strike gehörten.
Der Übergang zu VALORANT begann schon 2021
Der Wechsel von Counter-Strike zu VALORANT erfolgte nicht plötzlich. Bereits im März 2021 kommentierte Headshinsky das europäische Stage 1 Masters der VALORANT Champions Tour. Zu diesem Zeitpunkt gehörte er offiziell noch zum Team von 99Damage.
Nach seinem Abschied von 99Damage verlagerte er seinen Schwerpunkt vollständig auf den Riot-Shooter. Als Caster von PROJECT V und später der VALORANT Challengers DACH: Evolution wurde er zu einer festen Stimme der deutschsprachigen Szene. Noch in der Saison 2026 gehörte Wild zum Kommentatoren-Team der DACH-Liga.
Sein Einfluss ging dabei über die eigentlichen Übertragungen hinaus. Für die Saison 2025 wurde er in das unabhängige Auswahlgremium berufen, das über die Teilnehmer der neu aufgestellten Challengers DACH entscheiden sollte. Darüber hinaus produzierte er regelmäßig Videos, Interviews und Podcast-Inhalte rund um VALORANT, die VCT und den deutschsprachigen Unterbau.
Warum berichten wir als Counter-Strike-Seite darüber?
Headshinsky ist schon lange nicht mehr aktiv in der Counter-Strike-Berichterstattung tätig. Trotzdem wäre es falsch, seinen Rückzug ausschließlich als Meldung aus der VALORANT-Szene zu behandeln.
Ein wesentlicher Teil seiner öffentlichen E-Sport-Laufbahn fand bei 99Damage und innerhalb der deutschen Counter-Strike-Community statt. Über Jahre begleitete er die 99Liga, nationale Wettbewerbe und zahlreiche Teams vor dem Mikrofon. Für viele Zuschauer ist sein Name deshalb weiterhin mit einer wichtigen Phase des deutschsprachigen CS:GO verbunden.
Wir berichten nicht darüber, weil Headshinsky heute noch ein Teil der aktiven CS2-Szene wäre. Wir berichten darüber, weil er über Jahre ein deutlich sichtbarer Teil ihrer Geschichte war. Gleichzeitig gehörte er zu den Persönlichkeiten, die den Übergang vieler Zuschauer, Talente und Produktionsteams von Counter-Strike zu VALORANT mitprägten.
Sein vollständiger Abschied beendet damit nicht nur ein Kapitel innerhalb der deutschen VALORANT-Szene, sondern eine E-Sport-Laufbahn, die lange zuvor in Counter-Strike begonnen hatte.
Zum Abschluss bedankte sich Headshinsky bei seinen Wegbegleitern, Zuschauern und Unterstützern. Namentlich erwähnte er unter anderem Knochen, notLetItReign, Somanzko und HunterNationTV. Künftig möchte er sich stärker auf das Leben abseits der öffentlichen Plattformen und auf seine mentale Gesundheit konzentrieren.
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Wechsel im Fokus
Transfer-News
Ancoris Tide setzt auf Kontinuität – KoriFee übernimmt als IGL

Ancoris Tide setzt auf Kontinuität – KoriFee übernimmt als IGL
Ancoris Esports Tide hat das Line-up für die kommende Saison vorgestellt. Nach dem Klassenerhalt in der ESEA Main bleibt der Kern des Teams bestehen. Lediglich auf der IGL-Position gibt es eine Veränderung: KoriFee übernimmt künftig die Ansagen.
Mit Deus, fleff, Mephistofez und CREED bleiben vier Spieler aus der vergangenen ESEA-Main-Saison an Bord. Neu in der angekündigten Starting Five ist KoriFee, der den bisherigen Ingame-Leader Chriiis ersetzt. Nach Angaben der DACH CS Masters verließ Chriiis das Team am 3. August, während KoriFee bereits wenige Tage zuvor zum Line-up gestoßen war.
Die Entscheidung, größtenteils auf Kontinuität zu setzen, ist nachvollziehbar. Ancoris Tide beendete die fünfte Saison der DACH CS Masters auf dem vierten Platz der Spielklasse 4 und sicherte parallel den Verbleib in der ESEA Main. Zuvor erreichte das Team außerdem das Finale des KRCUP CS 23 und belegte beim Ranking Cup 5 den dritten Platz.
Vom SPK-5-Team bis in die ESEA Main
Die Geschichte des Teams begann bereits vor der Zusammenarbeit mit Ancoris. Unter dem Namen Tide arbeitete sich der Core schrittweise nach oben: Auf einen vierten Platz in der Spielklasse 5 der dritten DACH-CS-Masters-Saison folgte Rang fünf in Saison 4. International führte der Weg über die ESEA Open und Intermediate schließlich bis in die Main Division.
Eine der Konstanten dieses Projekts ist CREED. Der Rifler wird bei den DACH CS Masters als Besitzer des Teamprofils geführt und gehörte bereits zu den früheren Tide-Line-ups. Er war sowohl bei den Spielzeiten in der SPK 5 als auch beim Weg durch die ESEA-Divisionen und in der vergangenen Main-Saison dabei.
fleff und Deus kamen gemeinsam aus Freiburg
Auch fleff und Deus spielen bereits seit Beginn des Jahres gemeinsam für Tide. Zuvor standen beide beim Freiburg Main Team unter Vertrag. Freiburg belegte in der dritten Saison der DACH CS Masters den dritten Platz in der Spielklasse 5 und qualifizierte sich damit für die anschließenden Playoffs.
Deus wechselte Ende Dezember 2025 zu Tide, fleff folgte Anfang Januar. Während Deus als Rifler eingesetzt wird, übernimmt fleff die AWP. Beide waren anschließend Teil des Line-ups, das in der ESEA Open Season 56 den siebten Platz erreichte und danach in der Main Division antrat.
Besonders fleff konnte sich zuletzt auch individuell auszeichnen. Beim KRCup #24 wurde der AWP-Spieler zum MVP des Turniers gewählt, Ancoris Tide beendete den Cup auf dem geteilten vierten Platz.
Mephistofez bringt mehrere DACH-Stationen mit
Mephistofez, bei den DACH CS Masters inzwischen als Mephisto geführt, ist der erfahrenste Spieler des Line-ups. Seine bevorzugten Aufgaben liegen im Lurk- und Anchor-Bereich.
Bereits in der ersten Saison der DACH CS Masters spielte er für Elominers Germany. Das Team belegte damals den zweiten Platz in der Spielklasse 4 und nahm anschließend an den Playoffs sowie der Relegation zur Spielklasse 3 teil. Später lief Mephistofez unter anderem für Rebound Academy auf.
Vor seinem Wechsel zu Ancoris spielte er für Reveal Crashout. Mit dem Team gewann er den Ranking Cup 5, ehe er Anfang April 2026 zu Tide wechselte und dort die ESEA-Main-Saison beendete.
KoriFee kommt als SPK-4-Meister
Der einzige Neuzugang ist KoriFee. Er spielte zuvor für das Team, das zunächst als FL – A Scorpion beziehungsweise FruchtLabor EVO und später als HUSK EVO geführt wurde. Mit diesem Line-up gewann er die fünfte Saison der DACH CS Masters in der Spielklasse 4. In den anschließenden Playoffs erreichte HUSK EVO den fünften Platz.
KoriFee verließ HUSK EVO Ende Juni und schloss sich am 31. Juli Ancoris Tide an. Nun übernimmt er direkt die Verantwortung als Ingame-Leader. Damit bekommt Tide einen Spieler, der die SPK 4 bestens kennt und in der vergangenen Saison bereits gezeigt hat, dass er mit einem Team an der Spitze dieser Spielklasse bestehen kann.
Das angekündigte Line-up:
fleff – AWP | Deus – Rifle | CREED – Rifle | Mephistofez – Lurk/Anchor | KoriFee – IGL
Erste Bewährungsprobe im SPK-2-Slot-Cup
Der erste offizielle Auftritt des neuen Line-ups lässt nicht lange auf sich warten. Bereits am Sonntag, dem 9. August, tritt Ancoris Tide im zweiten Slot-Cup für die Spielklasse 2 an. Dort werden die verbleibenden drei Startplätze für die kommende Saison vergeben.
Für das eigentlich in der SPK 4 gemeldete Team bietet sich damit direkt die Chance auf einen Sprung um zwei Spielklassen. Gleichzeitig wird sich erstmals zeigen, wie schnell KoriFee die Führung des eingespielten Vierer-Cores übernehmen und dem Team seine eigene Handschrift geben kann.
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Bluejays Talents wechseln zu Penta Club

BLUEJAYS Talents wechselt die Organisation
Der PENTA Club stellt sein Counter-Strike-Team für die kommende Saison neu auf. Mit Jerbaut und miick wechseln zwei Spieler der bisherigen BLUEJAYS Talents gemeinsam mit NaZooie, zDragZzz und QuackaJoe zur deutschen Organisation. Komplettiert wird das Projekt durch Coach sha und Manager CaRe.
Die Änderungen in der Übersicht:
Line-up-Update bei BLUEJAYS Talents
BLUEJAYS erreichen erstmals die Spk2-Playoffs
Jerbaut und miick waren bereits in der vergangenen Saison für die BLUEJAYS Talents aktiv. Das Team beendete die reguläre Saison der zweiten Spielklasse mit sechs Siegen und drei Niederlagen. Mit 20 Punkten belegten die BLUEJAYS den vierten Tabellenplatz und qualifizierten sich damit für die Playoffs.
Dort konnte die Mannschaft allerdings nicht mehr an die Leistungen aus der regulären Saison anknüpfen. Im Upper-Bracket-Halbfinale unterlagen die BLUEJAYS Entropy x Teufel mit 0:2. Anschließend folgte im Lower Bracket ein weiteres 0:2 gegen ARROW, wodurch die Saison beendet war.
Im Anschluss an die Saison wurde der Kader deutlich verändert. Neben Jerbaut und miick gehörten unter anderem wurmsoN, stiki777, VaPoR und 1313 zum erweiterten BLUEJAYS-Aufgebot. Im neuen PENTA-Line-up bleiben jedoch nur Jerbaut und miick erhalten. Coach sha setzt seine Arbeit mit dem Team ebenfalls fort.
Jerbaut und miick bilden den bekannten Kern
Jerbaut und miick spielen bereits seit mehreren Jahren gemeinsam. Ihre erste größere gemeinsame Station innerhalb der DACH CS Masters war KorvuX. In der zweiten Saison erreichte das Team den zweiten Platz in Spielklasse 3.
Anschließend wechselten beide zu THE ONE. Dort traten sie in Saison 3 bereits in Spielklasse 2 an und beendeten die Saison auf dem sechsten Platz. Das Team erreichte außerdem die Playoffs der zweiten Spielklasse.
Mit dem Wechsel zu den BLUEJAYS Talents etablierte sich das Duo endgültig in Spielklasse 2. In Saison 4 erreichte das Team den fünften Platz und verpasste die Playoffs nur knapp. Eine Saison später gelang als Viertplatzierter schließlich der Einzug in die K.-o.-Phase.
Neben der DACH CS Masters sammelten Jerbaut und miick auch Erfahrung in verschiedenen Cups und in der ESEA.
Gemeinsam gewannen sie mit den BLUEJAYS den Friday Night Cup #24 sowie den KR-Cup #22. Jerbaut trat mit KorvuX außerdem im deutschen Qualifier für die IEM Cologne 2024 an und spielte später mit den BLUEJAYS in der ESEA Main Season 56.
miick verfügt über noch mehr dokumentierte ESEA-Main-Erfahrung. Er spielte zunächst Orgless in Season 54 und anschließend mit den BLUEJAYS in den Seasons 55 und 56. Damit bringt er mehrere internationale Ligaspielzeiten in das neue PENTA-Line-up ein.
Durch den Verbleib von Jerbaut und miick beginnt PENTA nicht vollständig bei null. Beide kennen sich aus mehreren gemeinsamen Teams und haben bereits zwei Saisons mit den BLUEJAYS in Spielklasse 2 bestritten.
NaZooie kehrt in ein BLUEJAYS-geprägtes Umfeld zurück
NaZooie ist für die BLUEJAYS ebenfalls kein unbekannter Name. Er spielte bereits für BLUEJAYS Vertigo und gewann mit dem Team in Saison 4 die dritte Spielklasse. In den anschließenden Spk3-Playoffs belegte die Mannschaft den achten Platz.
International trat NaZooie außerdem mit WINDIGO in der ESEA Entry Season 53 an.
Seine Erfahrung geht jedoch deutlich über diese beiden dokumentierten Stationen hinaus. In einem im Januar 2025 veröffentlichten LFT-Post gab NaZooie an, zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Saisons in der dritten Spielklasse absolviert zu haben. In fünf dieser Spielzeiten habe er mit seinem jeweiligen Team die Relegation zur zweiten Spielklasse erreicht.
Zum Zeitpunkt des LFT-Posts lag er nach eigenen Angaben bei rund 3.100 FACEIT-Elo. Inzwischen wurde sein DACH-CS-Profil mit mehr als 3.300 Elo geführt.
NaZooie bringt damit vor allem sehr viel Erfahrung aus Spielklasse 3 und aus Aufstiegssituationen mit. Der Schritt in ein Line-up, dessen Kern bereits in den Spk2-Playoffs stand, bietet ihm nun die Möglichkeit, sich dauerhaft eine Spielklasse höher zu etablieren.
zDragZzz kommt aus Spielklasse 1
Die aktuell höchste Spielklassenerfahrung innerhalb des neuen Kaders bringt zDragZzz mit. Er war zuletzt für Team LEISURE aktiv und bestritt mit der Mannschaft die vergangene Saison in Spielklasse 1.
Team LEISURE verpflichtete zDragZzz Ende Dezember 2025. Wenige Monate später trat die Mannschaft unter anderem gegen BIG Academy, WAVE, Huskies Esport, Playing Ducks und Esport BERG an.
Vor seiner Zeit bei LEISURE spielte zDragZzz unter anderem für Rheinkirmes. Mit diesem Team nahm er an der ESEA Intermediate Season 54 teil.
Auch wenn die Saison für Team LEISURE sportlich schwierig verlief, sammelte zDragZzz dort wertvolle Erfahrung gegen einige der stärksten Mannschaften der deutschen Szene. Für PENTA ist seine Verpflichtung daher besonders interessant: Während Jerbaut und miick den eingespielten Kern stellen, kennt zDragZzz bereits das Niveau und die Abläufe der höchsten DACH-Spielklasse.
QuackaJoe mit Erfahrung aus Spielklasse 1 und 2
Auch QuackaJoe ist bereits seit mehreren Saisons in den oberen DACH-Spielklassen unterwegs. Eine seiner bekanntesten Stationen war OTHERSCANTBEAT.
Mit OTHERSCANTBEAT erreichte er in der ersten Saison der DACH CS Masters den zweiten Platz in Spielklasse 2. Das Team setzte sich in den Playoffs unter anderem gegen ALTERNATE aTTaX Evo durch und sicherte sich damit den sportlichen Aufstieg in Spielklasse 1.
Nach dem Ende dieses Line-ups führte QuackaJoes Weg später zu ARROW. Dort wurde er sowohl in einem Kader der ersten als auch der zweiten Spielklasse geführt. Damit kennt auch er das Niveau der beiden höchsten Spielklassen der DACH CS Masters.
Besonders interessant ist, dass QuackaJoe in den vergangenen Jahren immer wieder Teil neu zusammengestellter oder veränderter Line-ups war. Diese Erfahrung könnte bei PENTA hilfreich sein, da auch der neue Fünfer zunächst seine Rollenverteilung und gemeinsame Spielweise finden muss.
Coach sha bleibt beim Projekt
Für Kontinuität sorgt neben Jerbaut und miick auch Coach sha. Er betreute bereits die BLUEJAYS Talents und begleitete das Team durch die vergangene Saison der zweiten Spielklasse.
Damit bleiben drei wichtige Bestandteile des bisherigen Projekts zusammen: zwei Spieler auf dem Server und der verantwortliche Coach außerhalb des Servers.
Über frühere Stationen von sha sowie über die bisherige Tätigkeit von Manager CaRe sind öffentlich nur wenige belastbare Informationen verfügbar. Klar ist jedoch, dass CaRe beim neuen PENTA-Projekt die organisatorische Betreuung übernehmen soll.
Ein deutlicher sportlicher Schritt für PENTA
Für den PENTA Club bedeutet die Verpflichtung eine deutliche sportliche Aufwertung des eigenen Counter-Strike-Bereichs.
Der bisherige PENTA-Kader spielte in den vergangenen drei Saisons jeweils in Spielklasse 4. Dort belegte die Organisation zweimal den sechsten und zuletzt den siebten Platz. Mit dem neuen Line-up holt sich PENTA nun einen Kern, der die vergangene Saison auf Rang vier der zweiten Spielklasse beendet hat.
Auch der Name PENTA besitzt in Counter-Strike eine lange Geschichte. Die frühere Organisation PENTA Sports gehörte zeitweise zu den bekanntesten deutschen Vertretern des Spiels und erreichte unter anderem die K.-o.-Phasen der DreamHack Winter 2014 und der ESL One Katowice 2015. Später folgten nationale Meisterschaften und internationale Erfolge wie der Gewinn der ESEA Season 24 Global Challenge.
Das neue Team ist von diesen historischen Erfolgen zwar noch weit entfernt, für den aktuellen PENTA Club stellt der Wechsel dennoch einen klaren Schritt nach vorne dar.
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